Zahl der Wildunfälle erreicht im April und Mai ihren Höhepunkt

Frühling ist Hochsaison für Kollisionen mit Wildtieren

Auf rund 81 Millionen Euro belaufen sich die Schäden durch Wildunfälle im Jahr 2025 – allein bei Kfz-Versicherten der R+V. Besonders im Frühjahr steigt das Risiko deutlich an: Die gefährlichste Zeit beginnt im März und erreicht im April und Mai ihren Höhepunkt.

„Wir beobachten jedes Jahr, dass ab Ende Februar die Zahl der Wildunfälle deutlich zunimmt“, erklärt Roland Richter, Kfz-Experte bei der R+V Versicherung. „Am gefährlichsten ist es in den Monaten April und Mai.“

Ein Blick in die Statistik zeigt: Im April passieren rund 50 % mehr Wildunfälle als noch Anfang Februar, im Mai sogar etwa 60 % mehr. Die R+V gehört mit über fünf Millionen versicherten Fahrzeugen zu den größten Kfz-Versicherern Deutschlands und verfügt daher über eine belastbare Datenbasis.

Warum es gerade im Frühjahr so gefährlich ist

Mehrere Faktoren sorgen für den saisonalen Anstieg:

  • Nach dem Winter sind Wildtiere verstärkt auf Futtersuche
  • Revierkämpfe führen zu erhöhter Aktivität
  • Schlechte Sichtverhältnisse durch lange Nächte, Nebel und tief stehende Sonne

Die meisten Unfälle ereignen sich in der Dämmerung – also am frühen Morgen und am Abend. Besonders gefährlich sind Straßenabschnitte zwischen Wald- und Feldgebieten.

Richtig reagieren bei Wild auf der Straße

Taucht plötzlich ein Reh oder Wildschwein auf, gilt vor allem eines:

Nicht ausweichen!

„Der Zusammenstoß mit einem Baum oder dem Gegenverkehr ist für Menschen meist deutlich gefährlicher als die Kollision mit einem Tier“, warnt Richter.

Stattdessen sollten Autofahrer:

  • Warnschilder ernst nehmen
  • Geschwindigkeit anpassen
  • Fernlicht abblenden
  • Bremsen und das Fahrzeug kontrolliert zum Stehen bringen

In den Sommermonaten entspannt sich die Situation meist wieder, bevor im Herbst – zur Zeit der Nahrungssuche – ein weiterer Anstieg der Wildunfälle folgt.

Bild: R+V Versicherungen